Diese Woche stellt der Webmaster-Friday die Frage “Was macht ihr eigentlich außer bloggen?”. Das finde ich ein sehr gutes Thema um mich mit dem neuen Blog an dieser Aktion zu beteiligen und verbinde das ein bisschen damit euch meinen Werdegang zum SEO zu beschreiben, immerhin gibt es ja ungefähr so viele Wege zum SEO wie es SEOs gibt
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Me@Business
Die meiste Zeit die ich nicht blogge verbringe ich damit berufstätig zu sein. Ich bin derzeit Teamleiterin Online-Marketing in einem mittelständischen Unternehmen. Mein Weg da hin war allerdings alles andere als gradlinig.
Erste Schritte im Internet
Die erste ernsthafte Berührung mit PCs und dem Internet hatte ich 1998. Als Kind hab ich zwar hier und da mal mit nem alten CPC rumhantiert und sogar Programmcode aus Zeitungen abgeschrieben, aber die Leidenschaft hat mich erst 1998 gepackt. Damals brachte mein Vater einen Laptop von der Arbeit mit nach Hause und irgendwo her hatte ich ne AOL-CD, die damals noch mit Freistunden in jeder Zeitung beilagen und auch bald schon in großen Mengen zuhause als Untersetzer dienten.
Ich wurde dann regelrecht zum Chat-Junkie. Die Nächte durchmachen, morgens in der Schule einschlafen, das ganze Geld vom Ferienjob für exorbitante Internetkosten rauswerfen, es ging sogar soweit, dass unsere Eltern das Netzkabel wegschlossen und ich dann kurzerhand ein neues kaufte um heimlich zu chatten. Über AOL lernte ich dann auch meinen damaligen Freund kennen und zog dann 2001 zu ihm und begann ein Studium für Lehrarmt Geschichte und Germanistik an der Universität des Saarlandes. Bis hierhin also wenig zu sehen von Internet und SEO im Beruf.
Ausbildung und Programmierung
Glücklicherweise ist jedoch die Zwischenprüfung in Germanistik eine Prüfung in Althochdeutsch, so dass ich das Studium an den Nagel hängte und dann das erste Mal in meinem Leben da stand und nicht wusste: Was mach ich denn jetzt? Was will ich werden? Da meine Hobbys Bücher und Computer waren hab ich den Rundumschlag gemacht und mich auf alles beworben, was ansatzweise damit zu tun hatte und dann 2003 eine Ausbildung zur Informatikkauffrau angefangen.
Nachdem ich diese 3 schrecklichen Jahre mit schlechter Entlohnung und zickiger Chefin auch hinter mich gebracht hatte und noch 2 Jahre schulische Weiterbildung zur Staatlich geprüften Wirtschaftsinformatikerin beendet hatte war ich mir sicher: Programmieren – das ists. Jetzt hab ich gefunden, was ich mein Leben lang machen will.
Berufseinstieg und SEO-Theorie
Das erste Vorstellungsgespräch war dann auch direkt ein Erfolg. Ich war verliebt in das Unternehmen und konnte auch offenbar überzeugen. Trotz null Ahnung von Webentwicklung (die HBF lehrt nur wenig PHP, in erster Linie lernt man dort Desktop-Entwicklung) hab ich eine Stelle als Webentwicklerin angetreten und – ACHTUNG, jetzt aufpassen! – hier dann auch das erste Mal überhaupt von SEO gehört. Man sieht also ganz gut, dass selbst in den IT-Berufen das Internet, Webentwicklung und SEO noch nicht angekommen ist. Vielleicht ist das auch nur im beschaulichen Saarland so… hat da jemand andere Erfahrungen gemacht?
Neben meiner Tätigkeit als Programmiererin bekam ich also Zeit mich mit SEO zu befassen. Ich hab also den SEO-Einsteiger-Guide von Sistrix gelesen, im Abakus-Forum abgehangen und die Flames interessiert verfolgt sowie die ersten OnPage-Gehversuche bei unseren Portalen gemacht. Mein Feedreader wurde in der Zeit gut gefüttert und ich hab mir ein solides theoretisches Wissen über SEO angelesen. Allerdings bleib es in der Zeit eigentlich auch bei der Theorie, weil in der Programmierung auch immer mehr als genug zu tun war und “ein bisschen nebenher SEO” ist eigentlich Unsinn.
Fulltime-SEO
Als dann im April letzten Jahres die Kollegin die bis dahin unser Inhouse-SEO machte plötzlich aus dem Unternehmen ausschied stand ich vor einer Entscheidung. Eigentlich lieb(t)e ich die Programmierung und war auch da endlich an einem Punkt angekommen, wo ich mich sicher fühlte bei dem was ich tat und nicht bei jeder Codezeile Angst hatte den Shop abzuschiessenJetzt bin ich seit einem Jahr Teamleiterin Online-Marketing und stelle fest, dass Leidenschaften sich ändern können. Aus einer SEO-Stelle haben wir inzwischen ein 3köpfiges Online-Marketing-Team gemacht, arbeiten daran, uns in den Unternehmensprozessen zu verknüpfen, die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen zu optimieren und dabei natürlich auch unser Alltagsgeschäft noch zu bewältigen.
Wir sind derzeit noch weit entfernt davon effizient zu sein, unsere Portale haben auch alle unter dem Wechsel gelitten, aber wir sind auf einem guten Weg. Dafür, dass ich als Vorgesetzte eigentlich auch grad mal 1 Jahr echte SEO-Erfahrung habe und auch eigentlich garkeine Führungserfahrung meistern wir unsere Sachen ganz gut. Aber natürlich bin ich immer auf der Suche nach Verbesserungen, versuche mir bei den Teamleitern der anderen Abteilungen einiges abzuschauen in Sachen Mitarbeiterführung und Organisationsstrukturen und bin sehr dankbar für den offenen Austausch, der bei uns im Unternehmen möglich ist.
Meine Aufgaben sind auch nicht mehr nur SEO, sondern wir machen auch Linkaufbau, Adwords, Google Base, Konzeptionsarbeiten für neue Inhalte auf den Portalen, Portal-Planung, Informationsarchitektur, Social Media-Kampagnen, Web-Controlling & Unternehmens-Controlling fahren Auswertungen und Reports. Die Menge zeigt schon, dass wir wenig davon zu 100% machen können mit 3 Leuten, vieles sind auch Gemeinschaftsprojekte mit anderen Abteilungen, aber langweilig wird uns auf jeden Fall so schnell nicht werden
Me@home
Natürlich hab ich auch noch so ein bisschen Privatleben. Auch wenn es erschreckend wenig geworden ist
. Wenn man sich auch privat noch mit SEO, bloggen und Internet befasst verschwimmen die Grenzen ziemlich. Allerdings hab ich doch noch 2-3 andere Zeitvertreibe, die ich hier kurz anreisse
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Bier!
Höhö. “Bier!” steht hier stellvertretend für Ausgehen, Spass haben, Nadine, Dani und Christine, meine Lebensretterinnen. Nach 10 Jahren Selbstisolation in einer ungesunden Beziehung (vgl. oben AOL-Chat) lebe ich endlich wieder und geniesse es, mit den Mädels auf Piste zu sein oder auch zuhause zu hocken, Singstar zu spielen, Serien zu schauen, zu lästern, zu lachen und halt Bier zu trinken.
Science Fiction und Serien
Ich gestehe, ich bin ein Seriejunkie. Einen Vorteil hatte die ungesunde Beziehung, sie hat mir die Welt der ScienceFiction gezeigt. Angefangen hab ich mit StarTrek, von Kirk über Picard, Sisco und Janeway bis hin zu Archer. Natürlich kam dann auch Stargate und seine Ableger, wobei ich persönlich die ersten Stargate-Staffeln am meisten mag. Atlantis hat außer David Hewlett wenig überzeut und Universe hab ich bisher nur Staffel 1 gesehen.
Aber die besten SciFi-Serien sind und bleiben Babylon 5 und BSG. Und ich kann mich wirklich nicht entscheiden, welche ich mehr mag. Für B5 spricht, dass es schon viele Jahre vor BSG awesome sein konnte und dass das Ende nicht suckt. Für BSG spricht, dass es in Zeiten von Action-SciFi sich getraut hat mit Story und Charakteren aufzutrumpfen, keine Angst vor dunklen Konflikten hatte und dabei zu Tränen rühren konnte.
Neben SciFi schaue ich aber auch viele anderen Serien gerne an und habe derzeit noch über 20 auf meiner ToWatch-Liste. Das Spektrum ist dabei weit, von Lost über McLeods Töchter, Unsere kleine Farm, Friends und Gilmore Girls bis zu Tudors, OC und Sex in the City, alles was schön, lustig, zum Lachen oder zum Weinen ist hat eine gute Chance angeschaut zu werden.
Even more Stuff with Computers!
Ja, es hört nicht auf. Auch privat bin ich ein PC-Suchti. Und ich gestehe: WoW hat schon viel Zeit und Geld beansprucht. Und eigentlich würd ich auch gerne immernoch spielen, aber momentan fällt das aus wegen keine Zeit. Das gleiche gilt für das zweite PC-Hobby, das Pokern. Hat gegenüber WoW den Vorteil, dass es kein Geld kostet, aber eigentlich will ich es richtig machen und nicht nur rumdonken und dafür fehlt mir im Moment auch die Zeit. Hoffe dass ich im Sommer wenigstens ausreichend Zeit hab die WSOP zu verfolgen, aber dank mobilem Internet sollte das ja gehen.
Leseratte
Und noch ein Hobby, dass momentan auf “inaktiv” steht. Seit ich lesen kann habe ich alles verschlungen, was mir in die Finger kam. Wirklich alles. Bücher die ich nicht lesen durfte mussten bei uns versteckt werden, und selbst das hat nicht geholfen.
Im Moment liegt das aber brach, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass ich in letzter Zeit so viel beruflichen Kram lese (Adwords-Bücher, Website-Boosting, Suchradar, Blogs usw.) dass ich einfach privat dann keine Lust mehr habe.
Fertig
Ja, das wars. Mein Leben in 1378 Wörtern
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