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Um den Menschen gehts

Um den Menschen gehts

Genau 3 Monate nach der letzten SEO-Campixx rief der SEOnaut zu einer neuen Veranstaltung ins schöne Berlin: Die M3-Campixx will über den Tellerrand hinausschauen und dazu beitragen die Marketing-Disziplinen zu vernetzen. Unter dem Motto “Human Marketing Visions oder Marketing 3.0″ fand sich also vom 14.06. – 16.06. eine bunte Mischung aus Experten und Wissbegierigen aus den Bereichen Online-Marketing und klassisches Marketing am schönen Berliner Müggelsee ein.

Da ich schon vom Next-Level-Day extrem begeistert war bin ich dem Ruf gefolgt und habe das letzte Wochenende mal den Müggelsee bei sommerlichem Wetter gesehen.

Hats mir gefallen?

Und obs mir gefallen hat. Ich habe in der Sonne gefrühstückt und die Mücken genährt. Ich traf Piloten, Soldaten und radfahrende Verbrecherinnen. Ich habe echte Bildungsbürger gesehen und mit ihnen über bürgerliche Kategorien gesprochen. Witzig! ;-) . Ich habe neue Menschen kennengelernt und Menschen die ich schon kannte in neuem Licht gesehen.

Sessions & Learnings

networking
Der Samstag morgen startete direkt mit dem, was dem SEOnaut so am Herzen liegt: Vernetzung. Neonfarbene Wollknäule wurden zunächst zögerlich an den Sitznachbar weitergegeben, bereits nach kurzer Zeit jedoch flogen sie in hohem Bogen durch den Raum. So richtig kennengelernt hat man dadurch natürlich niemand, aber die Atmosphäre war direkt gelockert und wer Marco vorher noch nicht kannte wusste spätestens jetzt, worauf er sich eingelassen hatte. Schön ausgesehen hats auf jeden Fall. Nur den Raum wieder zu verlassen war nachher etwas schwierig ;-) .

Da es bei der M3 ja um den berühmten Tellerrand und den Horizont ging hab ich mir gezielt Sessions ausgesucht, bei denen ich mir versprach von den Erfahrungen anderer mit bestimmten Themen zu hören. So landete ich im ersten Slot bei Coskun Tuna, der in einer kleinen Runde von seinen beruflichen Erfahrungen berichtete. Von der Polizei wechselte er in die Selbständigkeit und hat dabei so einiges erlebt und gelernt, dass er auf sehr unterhaltsame Weise mit uns geteilt hat.

Bei Mariano ging es um Serienjunkies, Teams aufbauen, organisieren und führen und Leidensfähigkeit. Ich traf mutige Menschen, die sich immer wieder meldeten auf die Frage “Wer kennt diese Serie nicht?” – trotz der entsetzten “Und ihr wollt Unternehmer sein”-Einwürfe von Jens ;-) . Für mich spannend: Bestimmte Techniken scheinen sich durchzusetzen. In vielen Unternehmen finden Teile von Scrum statt – Daily Standup Meetings scheinen mehr und mehr zum Arbeitsalltag zu gehören. Auch Googles berühmte 80/20-Regel scheint sich im Mittelstand immer mehr auszubreiten. Unternehmer sind eben auch lernfähig ;-)

Nachdem ich bei Karls “Onlinethinketing” leider nach 10 Minuten den Raum verlassen musste, weil der Sauerstoff knapp wurde hab ich mir ne Runde Strom fürs iPhone gegönnt und bin anschließend bei Ulrich Heister gelandet. Bei Ulrich ging es tatsächlich um den Mensch. Arbeite an DIR, um ein besserer Unternehmer / eine bessere Führungskraft zu werden. Es ging um Selbstsicherheit und Denkmuster. Das Auflösen schädlicher Denkmuster durch verschiedene Methoden. Überzeugungen über dich zu löschen und zu neuen Überzeugungen zu kommen. Das war für mich superspannend. Ich hab in den letzten Monaten festgestellt, dass man sich tatsächlich und langfristig verändern kann. Dass man aufhören kann sich über Dinge zu ärgern. Dass man Ängste ablegen kann. Für mich ist nur immer die Frage gewesen “WIE arbeite ich denn an mir?” – Ulrich hat mir hier tatsächlich konkrete Dinge mitgeben können und ich bin mir sehr sicher, dass ich als Mensch – unabhängig von meinem Job oder meiner Aufgabe – von dieser Session am meisten profitiert habe. Und da könnt ihr “Esoquatsch” brüllen solangs euch Spaß macht ;-)

katjaAm Sonntag war ich dann noch bei meiner Katja, die über Strukturen für KMU sprach. Da sie ja die Erfahrungen aus unserem Team mitbrachte ging ich eigentlich vorrangig zur moralischen Unterstützung hin. Im Laufe der Session entwickelte sich dann eine sehr lebhafte und konstruktive Diskussion über Führungsstil, Auswahl und Coaching von Führungskräften und Probleme, die einem begegnen können und viele Leute mit Erfahrung als Führungskraft und / oder Unternehmer gaben Tipps und tauschten sich aus. Da konnte ich für mein eigenes Team noch einiges mitnehmen und – wie ich es ja für das Wochenende geplant hatte – von den Erfahrungen der anderen profitieren. Es war auch schön zu sehen, dass man mit den eigenen Werten und Wegen als Mensch und Führungskraft nicht alleine dasteht, sondern vieles schon scheinbar “richtig” macht.

Wenn ich nicht in Sessions war saß ich in der Sonne, verbrannte mir die Haut, spielte mit den Mücken und sprach mit so vielen interessanten und netten Leuten, dass ich sie unmöglich alle nennen kann. Daher nenne ich keinen und alle, die mit mir in der Sonne saßen und redeten dürfen sich angesprochen fühlen. Denn langweilige Gespräche gab es definitiv keine an diesem Wochenende.

Highlights, Fazit und Wünsche

Auch mit drüber schlafen und abwägen bleibt für mich nur ein Schluß: Das war die beste Konferenz, die ich bisher besucht habe. Das hat viele Gründe, einige davon stehen ja schon oben.

Für mich große PROs: Die Jahreszeit. Sonne ist so toll. Und Außenbestuhlung verteilt die Menschen mehr. Das Areal gab platztechnisch mehr her als im März. Staus an Aufzügen oder der Ecke der Bar gab es nicht. Was natürlich auch daran lag, dass “nur” ca. 210 Teilnehmer den Weg nach Berlin gefunden hatten. Ich persönlich fand das eine sehr angenehme Größe und habe das auch von vielen anderen gehört. Neben der Platzproblematik hatte ich den Eindruck, dass es viel einfacher war Gespräche zu finden. Auf der SEO-Campixx stehen die Leute in Gruppen von 10-15 Leuten, wenn man da auch nur etwas Scheu hat stellt man sich nicht dazu. Hier waren die Gruppen viel kleiner und offener. Das lag sicher auch daran, dass sich noch nicht alle kannten und die “Cliquen” kleiner waren.

Auch die Offenheit für andere Themen, die ja Teil des Veranstaltungskonzepts war, hat das Wochenende für mich zu einem Gewinn werden lassen. Es gab Marketing, es gab aber auch Kreativität, es gab Kunst, es gab Psychologie… was es nicht gab waren Grenzen. Die Größe der Sessions hat auch Diskussionen vereinfacht und man konnte viel mehr auf individuelle Fragestellungen eingehen.

prostDie “Party”. Die Campixx’ler fandens glaub größtenteils doof, ich fands super. Es gab keine Party. Es gab ein Lagerfeuer, es gab die Bar und hier wie da gab es Menschen, die sich bei einem Bier unterhalten haben. Und nicht falsch verstehen – ich LIEBE die Campixx-Party. Aber es muss ja nicht immer so sein. Die SEO-Szene hat mit der SEO-Campixx ja genug Raum sich selbst exzessiv zu feiern und das ist auch gut so. Aber die etwas ruhigeren Bar-Abende waren trotzdem toll. Und wenn der Barkeeper nur 20 Menschen bedienen muss statt 300 birgt das auch Vorteile ;-)

An dieser Stelle sei den “Helden der letzten Runde” – Tobi mit dem Bier im Auto und Stephan mit Karls Vodka auf dem Zimmer – nochmal von Herzen gedankt. Niemand musste um 2 traurig ins Bett gehen :D .

Außerdem von mir persönlich nochmal <3liche Grüße an Jens und Franzi - Burger und Bier in Steglitz: Gefällt mir!

Und last but not least - und das kann man nicht oft genug sagen - ein DICKES Danke an Marco und sein Team. Ich kann jedesmal aufs Neue nicht fassen wie unfassbar großartig ihr seid. Kein Stress bringt euch aus der Ruhe, kein unfreundliches Wort verlässt eure Lippen. Ihr habt das alles mega im Griff und man fühlt sich einfach wohl und aufgehoben. Das ist nicht selbstverständlich.

Und ich hoffe und freue mich auf die M3Campixx 2014 am sonnigen Mückensee ;-)

Weitere Recaps…

… und Folien ergänze ich morgen in Ruhe. :-)

Sandra fährt zur Campixx

Besser spät als nie taucht hier eine Woche nach der Veranstaltung noch ein persönliches Recap auf. Und du dachtest schon du wärst der späteste Marco. Pustekuchen :-) .

Über eine Woche ists jetzt her, der Freitag der ersten Male. Die erste SEO-Konferenz, der erste Flug und der erste Besuch in Berlin (naja, eigentlich der zweite, aber das erste Wochenende in Berlin verbrachte ich damals bei einem jungen Mann und da hatten die Sehenswürdigkeiten das Nachsehen). Noch dazu das erste Mal im halb-privaten Rahmen länger als einige Stunden mit meinem Chef unterwegs. Entsprechend nervös war ich also.

Als wir dann in Berlin gelandet waren ging dann der große Spass mit den öffentlichen Verkehrsmitteln los und nach etwa 1 Stunde Fahrt kamen wir gegen halb 10 im schönen Hotel am Müggelsee an. Hier war schon volles Haus und wir haben dann auch recht schnell den Weg zur Bar gefunden und uns ins Getümmel gestürzt.

Tag 1: Drums, Audits und United Four

SEO-TrommelnNach einer kurzen Nacht im Best Western in Köpenick ging es früh am Morgen wieder zum Müggelsee. Rund 250 Trommeln haben dann so lange Krach gemacht bis sogar meine Kopfschmerzen davor geflohen sind. Nach einer Stunde musikalischer Höchstleistungen ging es dann mit den Workshops los.

Während mein Chef sich die Lichtgestalt ansah und am Inhouse-SEO-Day teilnahm hab ich zuerst den Linkaufbau für Frauen-Workshop von Chris Schulz angeschaut. Der war zwar gut vorbereitet und die Ideen waren auch gut, allerdings konnte ich hier für mich nichts Neues mitnehmen. In der kurzen Pause hab ich mich dann mit Shan_Dark nett unterhalten und mir dann den Vortrag von Jens angeschaut, der ohne Zweifel eines der Highlights des ganzen Wochenendes war. Anschliessend ging es rüber zu Sepita, weil ich ja schliesslich auch was lernen sollte an dem Wochenende :-) .

Zu den letzten 2 Workshops sind wir dann zusammen gegangen, da hatten wir uns nämlich ein Site-Audit mit dem Team der deutschen Telekom ersteigert. Ganz klar ein weiteres Highlight des Wochenendes. Wenn ihr jemals die Möglichkeit habt sowas zu machen: Zugreifen! Die Jungs & Eva sind nicht nur mega-kompetent, sondern noch dazu supernett. Inzwischen sind auch die öffentlichen Präsentationen zu den Audits verfügbar.

Ab geht die Party….

Abendessen

Abendessen

Nach den Workshops hat sich die hungrige Meute dann zum Abendessen in und rund ums Hotel zusammengefunden. Anschliessend traf man sich zum plaudern, Kinect spielen, surfen oder Fuss kaputt schiessen bis schliesslich um 22:30 Uhr die Party losging: United Four, die Herren in den Kuh-Kostümen vom Supertalent heizten den SEOs mächtig ein und zwangen uns schliesslich in die Knie. Die schönsten Party-Bilder findet hier auf Facebook bei SEO.de und Gerald. Für Links zu weiteren Bildern bin ich dankbar… und falls ihr Bilder auf Facebook habt addet mich als Freund, damit ich meine Eskapaden taggen kann ;-) (Me@Facebook).

Wer hat die Haare schön?

Wer hat die Haare schön?

Nach ungefähr 7 Bier, 2 Stunden jumpen und singen, peinliche Bilder auf dem Fotoapparat vom Chef, iPhone-Akku leer filmen, hysterisch Schreien, Offenbarungen unter Einfluss von Alkohol, besoffen Kinect spielen und mehr peinliche Bilder und einem “Wer-hat-die-Haare-schöner”-Wettbewerb ging es dann irgendwann zwischen halb 3 und 3 zurück ins Best Western für die nächste kurze Nacht. Unterwegs gabs dann noch Geschichten von Wildschweinen auf der Strecke, aber ich war auch viel zu betrunken um mir da ernsthaft Sorgen zu machen ;-) .

Tag 2: Kopfschmerzen und SEO-Senioren

Da die zweite Nacht noch kürzer war als die erste und die Kopfschmerzen auch dementsprechend stärker waren haben wir am Sonntag die ersten Workshops ausfallen lassen und haben dann als wir so gegen 10:30 im Hotel aufgeschlagen sind 1-10 starke Kaffee zu uns genommen. Anschliessend war ich dann im Cemper-Workshop, der mir inhaltlich zusammen mit dem von Sepita mit Abstand am meisten gebracht hat. Es wird jetzt auf jeden Fall der ein oder andere Daypass für die LinkresearchTools gekauft werden. Konkrete Anwendungsfälle zeigen ist irgendwie die beste Art für Tools zu werben finde ich.

Nach weiteren Kaffees in der Pause folgte das Superstar-Panel. Mario Fischer hatte zur KPI-Diskussion geladen und das Who-is-Who der deutschen SEO-Szene war seinem Ruf gefolgt. Für mich als “Nobody” war die Diskussion sehr interessant, auch wenn natürlich erwartungsgemäß in 45 Minuten keine neue Super-Kennzahl erfunden wurde. Mitten in der Diskussion klebte dann plötzlich eine alte Dame an der Glastür die es sich nach kurzer Rücksprache mit ihrem Wandergefährten auch nicht nehmen liess den Raum zu betreten und die gesamte SEO-Meute erheitert hat. Über SEO-KPI wollte sie dann aber doch nicht mit uns plaudern. Schade. Hat eigentlich schon jemand ein Video von ihr auf YouTube?

Danch war ich in dem Analytics-Tracking Workshop von @Webfield, den ich dafür, dass er mit A-F-E ausgezeichnet war ziemlich Basic fand. Aber auf jeden Fall hab ich dadurch den nötigen Tritt in den Hintern bekommen diesen ganzen Filterkram den ich seit Wochen bei uns einrichten will jetzt wirklich mal zu machen.

Zum Abschluss hab ich mir “Motivation und Zeitmanagement” angesehen und daraus einige brauchbare Ideen mitgenommen.

Tschüss Campixx

Tschüss Campixx


Nach einer netten Verabschiedung von den paar Leuten, die man nach dem letzten Workshop im Hotel noch angetroffen hat sind wir dann in die Stadt gefahren zum Abendessen und haben am Montag noch einen schönen Sight-Seeing-Tag verbracht.

(Das Bild ist absichtlich verschwommen, weil ich ja beim Abschied natürlich geweint habe! ;-) )

Lob und Kritik

Die Organisation des Events war einmalig. Es war an alles gedacht, an jeder Ecke stand jemand von der Crew, der freundlich weiterhelfen konnte. Es kam auch soweit ich das beobachten konnte zu keinen Wartenschlangen an der Registrierung.

Die Wand mit dem aktuellen Programm war super-hilfreich, hat allerdings für den ein oder anderen Stau im Eingangsbereich gesorgt :D .

Die T-Shirt-Geschichte war ärgerlich, aber ich fand das jetzt nur halb so schlimm. Wir haben uns einfach beholfen indem wir in die Namensschilder am Lanyard unsere Visitenkarte mit Firmenlogo mit reingesteckt haben und ich hab gesehen, dass das einige gemacht haben. So musste man zwar den Leute immer auf den Bauch starren, aber das ist ja auch ein guter Aufhänger um ein Gespräch zu starten ;-) .

Das Essen war super und das Bier (leider) reichlich, die Party war sensationell – zumindest soweit ich mich erinnere, höhö.

Ich fand die 45 Minuten für ein Workshop sehr knapp bemessen. Dann lieber 10 weniger und dafür jeder 15 Minuten länger. Sobald man die Hotelräume betrat war leider auch jeder Kontakt mit der Außenwelt (sprich Internet, ich bin halt ein Nerd!) abgerissen. Das ist jetzt allerdings meckern auf hohem Niveau, weil es in Wirklichkeit ziemlich schwer ist Kritikpunkte an diesem Wochenende zu finden.

Danksagungen

Der erste Dank geht natürlich an meinen Arbeitgeber und meinen Chef. Direkt darauf folgt der Dank an den SEOnauten der nicht nur dieses Mega-Event perfekt organisiert hat sondern uns auch die Teilnahme ermöglicht hat. Ein großer Dank gebührt auch dem Hotelpersonal. Man erachtet das oft als selbstverständlich, aber 10 Jahre Fedcon-Erfahrung lehren, dass Hotelangestellte und Nerds eine Kombination ist, die gut in die Hose gehen kann.

Dann ein Mega-Dankeschön an Stefan, Eva und Jens. Für das Audit und die lustigen & netten Gespräche am Abend.

Vielen Dank weiterhin an Birthe und Sebastian, an Christian, Sebastian, Lucian, Dina, Carlos, Sibyll, Mariusz, Markus und Tobias für viele kurzweilige Gespräche.

Leider hab ich trotz ständigem T-Shirts scannen am Samstag abend Mariano Glas von Serienjunkies.de nicht mehr gefunden. I <3 Serien! Ich hätte dich gern den ganzen Abend über BSG zugequatscht, gut für dich, dass ich dich nicht gefunden hab ;-) . Und da ich auch den Vortrag von Johannes Sistrix Beus nicht sehen konnte muss ich wohl oder übel jetzt weitere SEO-Konferenzen besuchen.

Fazit

Der erste Flug, die erste SEO-Konferenz, der erste Berlin-Besuch: Eine Sensation. Wird auf jeden Fall wiederholt. Spätestens im nächsten Jahr am Müggelsee, hoffentlich früher.

Links

Alle Recaps und Slides
Viele Fotos! (von @minivip)